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el tiempo de Fasching

So, es ist soweit: es ist Fasching. Das gibt es auch hier, nur nennt es sich eben “Carnaval”.
Für mich gibt es auf den ersten Blick nicht allzu viele Unterschiede. Das Ganze fing am Donnerstag um 12 Uhr mit einem Rathaussturz an und dauert auch bis Mittwoch. An den Tagen dazwischen gibt es Umzüge mit Karnevalsgruppen die tanzen und geschmückte Wagen.

Was mir aber heute aufgefallen ist, dass die hier leider keine Süßigkeiten verteilen. Wer weiß, es könnte an Donostia liegen. Die Leute von hier gelten nämlich als ein wenig “soso” (dt. ~ langweilig), “Wie Suppe ohne Salz”, also nicht zu aufregend. In Tolosa, einer Stadt nicht weit von hier im Inland, hat der Karneval mehr Tradition. Der war nämlich während der Diktatur Francos verboten, weil er nicht besonders katholisch ist. In Tolosa hat man es trotzdem geschafft den Karneval immer zu feiern, weil man dies unter anderem Motto und ohne Verkleidung tat. Als Erinnerung daran (oder so) verkleiden sich die Leute an den ersten Tagen immernoch nicht (bis Montag).
Am Donnerstag war ich in Tolosa zum Rathaussturz mit dem Baskischkurs. Am Ende des Tages marschierten alle hinter der Kapelle her in die Stierkampfarena hinein. Vorher liefen die Leute aber tanzend hinter der Kapelle durch die Altstadt.
In der Arena ging es aber darum sich vor als Jugendlicher vor einem Jungstier zu behaupten. Die Hörner sind dabei eingewickelt, dass nicht zu viel passieren kann. Die Leute in der Arena versuchen den Stier auf sich aufmerksam zu machen und dann, wenn er hinter ihnen her ist, vor ihm davon zu laufen. Die Zuschauer werden dabei gut unterhalten 😉 Ab und zu erwischt der Stier auch jemanden, aber das gibt dann eben große, blaue Flecken. Richtig verletzt hat sich niemand.

So und Fasching feiert man ja, weil der Winter vertrieben werden soll und der Frühling endlich kommen soll. Hier ein bisschen weiter im Süden tut er das auch prompt.

Am Schluss habe ich noch zwei Bilder angehängt, die aus einer sog. Sociedad kommen. Dort war ich mal gut Essen. Eine Sociedad ist wie ein Restaurant (mit Profiküche), nur dass man dort selbst kochen muss. Spülen zum Glück nicht. Dort können nur Leute hinkommen die dort auch Mitglied sind oder von einem zum Essen eingeladen werden.

Agur!

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